Endlich singen die Vögel wieder, flattern die ersten Schmetterlinge, Hummeln und Bienen, verströmen die Frühjahrsblüher ihren Duft. Für Wohnungskatzen bedeutet das einen Rausch der Sinne, wenn sie Zugang zum Garten, der Terrasse oder dem Balkon haben. Den kannst du zu einem Frischluftparadies gestalten.

Vernetzt oder vergittert

Die normalen Balkonverkleidungen sind für keine Katze ein Hindernis. Sie springen lässig auf die Brüstung oder erklettern die Umzäunung. Vor einem Absturz oder einem Erkunden der weiteren Umgebung schützen Netze oder Gitter. Die sind dann genehmigungspflichtig, wenn es sich um feste Einbauten handelt, sie also nicht jederzeit ab- und aufgebaut werden können. Auch kann die Hausgemeinschaft bzw. der Vermieter ein Netz oder Gitter untersagen, wenn das den Anblick der Fassade, beispielsweise bei einem Altbau, beeinträchtigt.

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Dann ist ein begrünter Zaun die Alternative: Glockenrebe, Kapuzinerkresse, Kletterrosen, Zucchini, Kürbis und Gurken schaffen nicht nur Sichtschutz, sondern sind auch unüberwindliche Hindernisse für die Katze. Zudem sind sie ungiftig.

Die richtige Bepflanzung

Auch in den Blumenkästen sollten nur Pflanzen wachsen, die unbedenklich sind: Das blaue Lieschen zum Beispiel, Fuchsien, Stiefmütterchen, Margeriten und Sonnenblumen. Wer grosse Töpfe bevorzugt, kann einen Zitronenbaum oder Bambus aufstellen. Bevor du Kästen und Töpfe bepflanzt, überzeuge dich von deren Harmlosigkeit. Der Mieze selber spendiere ihren eigenen Topf mit Katzengras oder Katzenminze.

Outdoormöbel für die Katze

Auch wenn der Balkon überdacht ist, sollten KatzenbettKratzbaum und Liegeflächen wetterfest sein, denn mit dem Wind kommt auch Regen nach innen.  Stelle auch ein Katzenklo auf, wenn deine Mieze die warme Jahreszeit bei jedem Wetter nutzen möchte. Der Kratzbaum muss so stehen, dass er keinen Absprung auf die Brüstung ermöglicht, am besten in einer Ecke. Wenn auf sehr kleinen Balkons der Platz für Mensch und Tier knapp ist, tun es auch die Balkonmöbel, die ohnehin von der den Katzen am liebsten genutzt werden.

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Die Tür zur Freiheit

Das ist natürlich Luxus pur. Doch wenn du nicht zum andauernden Türöffner für deine Samtpfote werden willst, ist eine Katzenklappe in der Balkontür oder einem Fenster sehr nützlich.  Sie ermöglicht der Nachtjägerin einen Ausflug bei Dunkelheit. Aber Achtung: Die Klappe muss so angebracht sein, dass niemand von aussen die Balkontüre oder das Fenster öffnen kann. Denn andernfalls kann sich die Versicherung bei Einbruch weigern, die Schäden zu übernehmen.

Terrasse und Garten sichern?

Das ist möglich, aber äusserst schwierig. Denn du musst einen sehr hohen Zaun ziehen und die Fläche davor mit Bodendecker-Pflanzen unzugänglich machen. Ein Elektrozaun sollte mit allen Nachbarn abgesprochen werden. Doch Bäume lassen sich nicht vernetzen und jeder Ast, der zu den Nachbarn ragt, verlockt zu einem Sprung. Die Alternative ist ein eingezäuntes und überdachtes Stückchen Garten oder Terrasse. Oder die Begrenzung auf Exkursionen ins Grüne nur dann, wenn du dabei bist und eingreifen kannst, wenn Mieze sich davon machen will.

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