Living in a box.
Von wegen! Denn eben hiess es noch, Katzen hätten keinen siebten Sinn. Und jetzt? Da drapiert man liebevoll eine Transportbox in der Mitte des Wohnzimmers. Kleidet sie mit einer herrlich weichen Decke aus. Beträufelt diese gefühlvoll mit Baldriantropfen. Verteilt Leckerlis ...
Und was macht die Katze? Sie sitzt in sicher Entfernung in ihrem Katzenbett und beobachtet skeptisch, mit welch unbändigem Elan der Zweibeiner versucht, sie zu einen Besuch dieser kuscheligen Box zu animieren.

Katze_im_Korb

Spätestens jetzt kommt man doch ins Grübeln, was denn bitte schön für diese Skepsis verantwortlich sein und wie man der Katze die Transportbox schmackhaft machen soll?

Eine Transportbox darf keine "Falle" sein

Ob Katzen eine solche "Falle" tatsächlich riechen können? Was für ein Glück, dass es kein Ernstfall ist. 
Es ist durchaus ratsam, das Begehen der Transportbox zunächst spielerisch einzuüben. Wird die Katze nämlich erst dann zum ersten Mal darin "eingesperrt", wenn sie wirklich krank ist oder sich in schlechter körperlicher Verfassung befindet, bedeutet das für sie jede Menge zusätzlichen Stress.

Die ideale Katzen-Transportbox

Auch beim Kauf der Transportbox gilt es, einige grundlegende Regeln zu beachten: Als allererstes sollte sie natürlich ausbruchsicher und gut belüftet sein. Dann dürfen die Pfoten nicht weit durch die Öffnungen passen - das sorgt gleichzeitig für einen entsprechenden Sichtschutz. Generell eignen sich Kunststoffboxen besonders gut, denn sie sind handlich und leicht.
Kartons, ein Metallkäfig oder eine kleine Reisetasche aus Stoff sind dagegen weniger zu empfehlen.

 Katze_in_Tasche

Welcher Stubentiger will schon wie ein Fernseher, ein Papagei oder ein Schosshündchen "verreisen"? 

In die Box locken

Doch auch wenn die Box theoretisch betrachtet nicht besser ausgestattet sein könnte: Nur Übung macht den Meister. Katzes Lieblingsaufenthaltsort ist sie nämlich nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel). 
Also wird erst mal weiter gut zugeredet und mit kulinarischen Schmankerln gelockt. Immer und immer wieder. Dann endlich, nach unzähligen Versuchen gelingt es mit vielen lieben Worten und dem Einsatz von noch viel mehr Kaustangen und Leckerlis, die Katze zu einer Stippvisite zu animieren. Zur Belohnung gibt es in der Küche noch eine kleine Extraportion Lieblingsfutter obendrauf. Dort liegt von der Postlieferung noch ein leerer Pappkarton auf dem Boden. Ohne zu zögern schlüpft Mieze hinein, dreht sich zweimal im Kreis und macht es sich bequem. Lediglich die Schwanzspitze lugt noch heraus. Blanker Hohn!

Katze_im_Karton

Fazit Transportbox

  • Kunststoffboxen sind handlich, leicht und praktisch, wenn es ums Saubermachen geht.
  • Ein abnehmbarer Deckel sorgt dafür, dass man widerspenstige Katzen auch mal einfach in die Box heben kann.
  • Eine Kuscheldecke sorgt für den wohlvertrauten Geruch.
  • Die Gitterzwischenräume sollten nicht zu gross sein, sonst kommt ganz schnell eine Pfote durch - und das kann für Katze und Mensch schmerzhaft werden.
  • Die Katze hat trotz allem keine Lust auf die Transportbox? Im Zweifel hilft eins immer: Leckerlis.