Gewicht ist zwar relativ, und ein grosser Kater wird immer mehr wiegen als eine zarte Kätzin. Ab und an einen kritischen Blick auf die Figur zu werfen kann aber nicht schaden. Besonders dann wenn du dich fragst, ob du eine grosse Katze oder breite Katze hast! Wenn Letzteres die Antwort ist heisst es: Weg mit dem Speck!

Wann ist meine Katze zu dick?

Spätestens wenn dir die Luft wegbleibt, sobald sich deine Katze gemütlich auf deinen Bauch legt, und sich beide Nachbardackel problemlos hinter ihr verstecken können, solltest du dir Gedanken ums Abnehmen machen.
Denn Übergewicht ist für Katzen genauso ungesund wie für Menschen.

Spielende_Katze

Weg mit dem Speck mit Bewegung

Schwerer Knochenbau? Reste vom Winterspeck? Voluminöses, leider aber gerade äusserst unvorteilhaft verstrubbeltes Fell? Welche Begründung wird man den vorwurfsvollen Blicken des Tierarztes wohl diesmal entgegensetzen, während er kritisch das etwas zu rund geratene Fellknäuel beäugt?
Die Wahrheit ist: Sobald der vierbeinige Mitbewohner langsam aber sicher zur Couchpotato mutiert und aus dem einst agilen Stubentiger ein immer bequemerer Stubenhocker wird, helfen nur drei Dinge. Bewegung, Bewegung und noch mal Bewegung!
Allerdings beschränkt sich Miezes sportliche Aktivität trotz vielerlei Animationsversuche oftmals darauf, sich gemütlich von der rechten Seiten auf die linke zu drehen - und irgendwann wieder zurück. Und mal ganz ehrlich: Selbst das erinnert eher an ein seehundartiges Herumrollen als an Körperakrobatik. Von der vielbeschworenen Samtpfotengrazie keine Spur!

Schlank mit dem richtigen Spielzeug

Aber wie bringt man die Katze denn nun auf Touren? Auch wenn es auf den ersten Satz wie ein Widerspruch klingt: Der Schlüssel zum Erfolg sind Leckerlis. Denn wenn überhaupt irgendetwas stärker ausgeprägt ist als die Freude am Schlafen, dann ist es die Liebe zur Nahrungsaufnahme. Vor allem Wohnungskatzen lassen sich mit diversem Spielzeug, das zuvor mit schmackhaften Häppchen gefüllt wurde, gut zu mehr Bewegung animieren. Bälle mit kleinen Öffnungen, durch die ab und an ein Leckerli herausfällt, sind wahrhaftige Trainingswundermaschinen. Und weil der beste Spielpartner noch immer der Mensch ist, darfst auch du ruhig mit durch die Wohnung toben. Nur zu! Bewegung tut nicht nur der Katze gut.

Fressende-Katze

Weg mit dem Speck mit Diätkost

Wenn mehr Bewegung allein nicht mehr reicht, um die Pölsterchen zum Schmelzen zu bringen gibt es nur eine Lösung: Diätkost!
Sie enthält weniger Fett und dafür mehr Ballaststoffe, macht also genauso satt, aber nicht so dick. Das klingt gut, findet aber nicht bei jedem Anklang. Und so beherrscht die Katze den angeekelten Gesichtsausdruck beim Beschnuppern des neuen Futters in höchster Perfektion. Wer ihr sowas vorsetzt, hat in den nächsten vier Stunden das Recht, ihre Ohren kraulen zu dürfen, verwirkt. Man spielt beleidigte Leberwurst - und träumt von selbiger.
Der Trick: Ersetze einen immer grösseren Teil des normalen Futters durch Diätnahrung. So gewöhnt sich die Katze nach und nach an den Geschmack.
Wer jetzt denkt, man könnte doch auch einfach kleinere Portionen füttern, um die Kalorienzahl zu reduzieren, irrt. Die Katze würde so nicht satt. Und eine hungrige Katze ist eine unzufriedene Katze. Abgesehen davon, dass bei Freigängen diese Rechnung sowieso nicht aufgeht. Die holen sich ihr Futter dann nämlich woanders. 
Zur Not mit grossen Katzenaugen und Mitleid heischendem Maunzen bei der netten älteren Dame nebenan.